
Wenn die Zeitumstellung endet, wollen Schlafforschende die Wintermorgen zurück
Mit dauerhafter Sommerzeit läge der späteste Sonnenaufgang des Winters in Toronto bei 8:51 Uhr, in Calgary sogar bei 9:40 Uhr. Mit dauerhafter Normalzeit ginge die Sonne an beiden Orten eine Stunde früher auf.
Um diese Stunde dreht sich eine Analyse im Canadian Medical Association Journal unter der Leitung von Raymond Lam. Falls Kanada die halbjährliche Zeitumstellung abschafft, so das Autorenteam, sollte das Land bei der Normalzeit bleiben. Morgenlicht hilft, die innere Uhr zu stellen, und diese beeinflusst Schlaf und Stimmung. Das Team verweist auf Schätzungen, wonach 1 bis 3 Prozent der Menschen in Kanada an einer saisonal abhängigen Depression leiden und bis zu 15 Prozent mildere jahreszeitliche Schwankungen von Stimmung und Schlaf erleben.
Die gegenteilige Lösung gewinnt jedoch an Boden. Yukon führte 2020 die dauerhafte Sommerzeit ein, British Columbia folgte im März 2026, und im Juli verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf, der die Sommerzeit dauerhaft machen soll.
Es handelt sich um ein gesundheitspolitisches Plädoyer, nicht um eine neue Studie, die misst, wie Menschen unter beiden Systemen schlafen. Die Details hier stammen zudem aus Medienberichten über die Arbeit. Das Autorenteam benennt auch den Preis seiner Empfehlung: Mit Normalzeit wird es im Winter früher dunkel.
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